Von der Schulmedizin über die Homöopathie hin zum Leben

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr habt euer Wochenende gut überstanden und euch meinen Ratschlag zu Herzen genommen und positive Situationen beobachtet und euch an ihnen erfreut.

Ich wurde auch fündig und erfreue mich nach wie vor daran aber dazu an anderer Stelle mehr. Wie es im Leben allerdings so spielt, wo Sonne ist, ist meist auch Schatten.

Ich wurde also am Wochenende Zeuge einer (nicht allzu lange andauernden) Diskussion die symbolisch für viele Diskussionspunkte steht. Da ich (übrigens nachdem ich mit diesem Blog begonnen habe) nicht mehr so an emotional aufwühlenden Diskussionen interessiert bin, mich dementsprechend zurückhielt, ebbte diese relativ schnell auch wieder ab.

Das Thema, um welches es ging, beschäftigt viele Leute. Auch im Netz wird es sehr kontrovers und vor Allem viel diskutiert und es gibt in der Regel eine Pr0- und eine Kontrafraktion. Es geht um das Thema Schulmedizin oder Alternativmedizin, wie beispielsweise die Homöopathie eine darstellen könnte (wenn Mediziner es denn als Medizin gelten lassen könnten).

Einige von euch haben sicher solche Diskussionen schon miterlebt, die Meisten von euch werden eine eigene Meinung dazu haben und von diesen Meisten werden viele Menschen sie auch standhaft gegen die „andere Seite“ vertreten. Ich selber muss sagen, dass ich mit allen Seiten noch keine schlechten Erfahrungen gemacht habe, das erklärt vielleicht auch meine Einstellung. Nun aber zu meinen Gedanken an diesem Abend:

Das vielfach gebrachte Beispiel, dass ein Tropfen Substanz in ein Meer gekippt die Verdünnung beschreibt, die in der Homöopathie eingesetzt wird als Heilmittel, kam natürlich auch zum Einsatz. Ich habe nach längerem Grübeln festgestellt, dass es eigentlich traurig ist, dass einem Tropfen so wenig zugetraut wird. Natürlich ist die Dimension teilweise unvorstellbar, aber wenn es kein Tropfen wäre, sondern etwas Festes, wie zum Beispiel ein Stückchen Brot, wird die ganze Sache doch anschaulicher.

In einem gesunden Meer, spielt ein Krümel Brot eine unwesentliche Rolle. Er wird eventuell gefressen von einem Fisch oder eben nicht. Er weicht auf und dient den Kleinstlebewesen dann vielleicht als Nahrung. Ein Krümel Brot in einem ausgelaugtem, kranken Ökosystem Meer wird ganz bestimmt gefressen, da die Fische sehr hungrig sind. Dieser Fisch ist nun etwas gestärkt. Kann einem anderen Fisch als Nahrung dienen dieser kann frisch gestärkt von dannen schwimmen. Nun werden weitere kleine Krümel Brot über einen längeren Zeitraum dem Meer zugeführt und so kann sich das Meer Stück für Stück erholen. Das ist doch eine wunderbare Sache, ich muss keine Ökosystemverstärker basteln, keine Gatter bauen, damit die Raubfische nicht über alle kleinen Fische herfallen, bis wir gar keine mehr haben. Ich muss keine Wachstumshormone ins Wasser geben, da die Tiere sich selbst erholen können, durch diesen kleinen doch sehr natürlichen Input. Umgekehrt wäre es beispielsweise, wenn es kein Brot sondern Kunststoff wäre. Ein kleines Stück Kunststoff landet im Magen eines Fisches, ist schwer verdaulich und wird nicht ausgeschieden. in einem kleinen Fischmagen kann es die Ausgänge verstopfen und der Fisch wird vielleicht daran verenden, vielleicht erholt er sich davon. Jeden Tag nun werden kleine Kunststoffteile ins Meer geworfen. Sie setzen sich auf Korallen und Algen ab, gelangen so auch in die Mägen von Fischen, das Ökosystem würde geschwächt werden.

Wenn also einem Tropfen so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, könnte eine andere Veranschaulichung das Ganze greifbarer machen. Natürlich kann ich ein krankes Ökosystem aufputschen und es unterstützen, wenn es krankt (wobei ich mir bei unserer eigenen Erde da nicht mehr so sicher bin – allerdings ist das ein anderes Thema)  aber ich kann auch versuchen mit kleinen Hilfestellungen ohne große Eingriffe dem Ökosystem wieder einen Schubs versetzen um sich selbst weiter heilen zu können.

Sollte das nicht unser Bestreben sein? Hilfe zur Selbsthilfe? Gut wir können den Fischen nicht beibringen Brote zu backen. Aber einen Anschubs geben, um sich dann selbst zu regulieren ist doch ein guter Anfang. Ein Input, ein Anlauf wie beim Fahrrad fahren oder einer stehen gebliebenen Uhr. Manchmal brauchen wir nur einen kleinen Anstoß damit eine Sache ins Rollen kommt. Was sollte ein System, wie unser Körper eines ist, davon ausnehmen?

Ich liebe die Medizin. Dir geht es nicht gut, du gehst zum Arzt, lässt dir was geben und dir geht es besser. Du hast dir einen komplizierten Bruch zugezogen? Du wirst betäubt, es wird operiert, es wächst zusammen, alles super. Ich weiß, auch hierbei geht nicht immer alles gut, Nebenwirkungen oder unvorhergesehene Ereignisse jetzt einmal ausgenommen, insgesamt geht es uns doch schon ganz schön gut. Wer die Option hat einen Arzt zu besuchen, der ihm helfen kann, dem sei es gegönnt. Aber Denjenigen die nach Alternativen suchen, denjenigen die nicht vergessen haben, dass der Geist viel beeinflussen kann, denjenigen die verzichten im Wissen, dass bestimmte Stoffe schädlich sein und Nebenwirkungen haben könnten, denen sei es doch auch erlaubt an den Dingen festzuhalten, die ihnen helfen, ohne dass du und ich darüber urteilen wie sinnvoll und aussichtsreich oder -los es ist.

Die Natur bietet viel, der Geist und der Glaube kann viel bewirken. Wir kennen unsere Welt nicht zu 100%. Die Wissenschaft entdeckt immer neue Dinge, die uns bisher verborgen waren. Warum, lassen wir den Menschen nicht ihren Glauben, wenn es ihnen gut und anderen nicht weh tut? Solange es immer jemanden gibt, der dem Anderen etwas besser weiß und besser wissen muss, solange können 2 Dinge nicht nebeneinander existieren (das ist selbst in einer Partnerschaft so, lange geht das nicht gut). Jeder sollte lernen die Belange des Anderen zu respektieren und seine Fähigkeiten zu sehen, sowohl in der Wissenschaft, der Medizin oder in allen Bereichen des täglichen Lebens :)

Green spring sprout

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on Twitter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*