Kommunikation – ein Sammelthread für Alle

Sammelthread für, mit und von euch.

Hallo ihr Lieben,

dieser Beitrag soll einer von vielen Beiträgen werden, welcher euch den Kontakt mit mir über sämtliche Themen erleichtern soll.

Hier dürft ihr gern frei kommentieren welche Fragen euch durch den Kopf gehen oder ihr hinterlasst mir eine Nachricht, welche Themen euch beschäftigen. Dies soll also ein Sammelthread werden.

Ich werde versuchen den Themen nach und nach gerecht zu werden, möchte euch andere Blickpunkte und Denkanstöße mitgeben und euch dabei miteinbeziehen. Häufig ist nur ein kleiner Perspektivwechsel notwendig um aus einer scheinbaren Barriere herauszukommen. Dabei möchte ich euch (und vielleicht auch der ein oder andere Leser) behilflich sein.

Also seid nicht schüchtern, auch wenn ihr vielleicht die Ersten hier in den Kommentaren seid, so seid euch sicher, die ersten die ihre Meinung hier äußern oder Themen anfragen seid ihr nicht. 😉

Ansonsten wünsche ich Allen einen guten Start in die Woche. Grübelt nicht soviel und lasst euch nicht unterkriegen,

Liebe Grüße, Mare

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Die Fragen der Eltern

Noch bevor Eltern Eltern sind, geht ihnen vermutlich der eine oder andere Gedanke bezüglich der möglichen Kinder durch den Kopf.

Wie wird es sein?

Nach wem wird es kommen?

Werde ich das schaffen?

Ich möchte hier nicht mal einen Unterschied zwischen Männern und Frauen vornehmen. Das würde keinem der Geschlechter gerecht werden. Männer und Frauen machen sich gleich viele Gedanken. Nur eben auf eine unterschiedliche Art und Weise.

Die zukünftigen Mütter denken vermutlich laut und leise, richten sich häuslich ein, bauen sich ein Nest. Sie gehen erste Sachen kaufen, erstes Spielzeug. Sie wählen Wandfarben und Möbel aus. Wenn noch nicht alles gekauft wird, so haben viele der Frauen aber vermutlich bereits konkrete Vorstellungen, wie alles einmal aussehen soll. Sie reagieren gereizt, wenn sich zeigt, dass irgendetwas davon nicht so umzusetzen geht, wie sie es sich ausgemalt haben. Nicht unbedingt nur wegen der Hormone, sondern sehr wahrscheinlich weil etwas, nämlich der geringste Teil der Planbarkeit des Elterndaseins, schon nicht funktioniert.

Wie soll das erst werden, wenn das Kind dann da ist?

Werde ich versagen?

Was ist richtig, was ist falsch?

Sie philosophieren über Namen und Aussehen um sich und auch die Anderen vor den beängstigenden Gedanken, was da auf sie zukommen wird, abzulenken. Der Zwiespalt zwischen Freude und Angst bringt sie sehr wahrscheinlich in ein, zum Zerreißen nahes, Spannungsfeld der Gefühle.

Die zukünftigen Männer denken eventuell nur leise. Sie denken nur für sich, damit es nicht auffällt, dass sie vielleicht Angst haben vor dem was sie erwartet. Sie erleben sich vielleicht als Beiwerk. Sie fahren ihre Frauen einkaufen. Sie malern das Zimmer und bauen die Möbel auf. Sie versuchen die Frauen zu beruhigen, wenn es eben nicht ganz so ist, wie diese es sich vorgestellt hat. Sie versuchen das Spannungsfeld aus Freude und Angst auszuhalten. Und auch wenn wir in einer Zeit leben, in der auch die Männer Freude daran haben einkaufen zu gehen und die Frauen die Möbel aufbauen, so sind die Männer eben nur dabei und nicht mittendrin, also halten diese sich zurück und hoffen vielleicht dass sie nicht durchschaut werden.

Was soll ich machen?

Wie soll ich mich verhalten?

Was ist richtig, was ist falsch?

Sie halten sich bedeckt. Vielleicht spüren sie, dass selbst die Frauen, die sonst unerschütterlich in ihrem Leben stehen, in Zweifel geraten. Selbst wenn es nicht ausgesprochen wird, so steht es doch im Raum zwischen ihnen.

Also, warum reden wir nicht miteinander? Warum gestehen wir nicht einander unsere Ängste? Viele haben sich bereits für ein gemeinsames Leben entschieden, haben sich vielleicht auch ganz bewusst für ein Kind entschieden. Dann sollte es doch auch möglich sein über eventuell sogar gemeinsame Ängste, Befürchtungen aber auch Freude und Hoffnung zu reden. Oder nicht?

Die Fragen der Kinder

Was das …?

Warum ist das so?

Das erste und zweite Fragealter der Kinder sind die ersten wichtigen Meilensteine im Leben eines Kindes.

Sie versuchen mehr über die Welt, in der sie Leben zu erfahren. Begonnen bei den Begriffen, die sie verinnerlichen wollen, geht es weiter darum Zusammenhänge zu ergründen. Letzten Endes will ein Kind die Welt verstehen.

Wenn die Welt einmal beschrieben ist- sie besteht aus Blumen, Bäumen, Wiesen, Hummeln, Hunden, Menschen, Himmel und Erde- geht es weiter mit den Zusammenhängen, die nachvollzogen werden wollen. Es gibt große Blumen und kleine. Es gibt Nadelbäume und welche mit Laub. Es gibt Wiesen mit und ohne Kühe. Hummeln stechen nicht, sie beißen. Hunde sind nicht nur einfarbig und kurzhaarig. Menschen sind nicht nur gut. Himmel und Erde gehören zusammen.                                                 Wenn das Kind die Welt einmal kennt, dann fängt es an diese zu hinterfragen – Warum ist die Erde rund, der Himmel blau, der Mensch so traurig, der Hund so klein, die Hummel so dick, die Wiesen voller Schmetterlinge, der Baum so verschnörkelt und die Blume verwelkt?

Einige der Erwachsenen haben diese Wissbegierde (teilweise) beibehalten. Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, dass nur Wenige tatsächlich noch etwas wissen wollen – etwas erfahren wollen über diese Welt. Es gibt Menschen, die ergründen die Ozeane oder die Wälder oder auch das Universum. Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann stelle ich fest, dass ich im Alltag wenig Zeit für solches Wissen und auch die dazugehörigen Fragen habe.                                                                  Kindern ist das völlig egal. Kinder fragen, wenn sie eine Frage haben. Unabhängig ob es nun gerade zur Situation passt oder nicht. Ob es gerade 5 Uhr am Morgen ist oder beim Mittagessen. Sie leben in einer Welt über die es soviel zu erfahren gibt. Und sie wollen über sie Bescheid wissen – genau jetzt.

Wo komme ich her?

Wozu ist das gut?

Warum brauchst du das?

Warum ist das so?

Kinder haben einen unersättlichen Durst nach Neuem.                      Warum sollten wir versuchen ihnen soviel einzutrichtern, dass sie still sind? Warum lassen wir den Fragen nicht Raum? Warum entdecken wir nicht mit den Kindern gemeinsam die Welt neu? Warum fragen wir nicht unsere Kinder, was sie über diese Dinge denken? Warum reagieren so viele Menschen genervt auf so grundlegende Fragen, die für die Kinder die Welt bedeuten?