Ich-Botschaften

Unser Leben ist oftmals geprägt von Vorwürfen.

Was hast du wieder gemacht?

Hör´auf damit!

Du musst dich zusammenreißen.

Wie oft muss ich dir das noch sagen?

Diese Vorwürfe können als Du-Botschaften bezeichnet werden. Sie rufen immer so etwas wie Schuldgefühle hervor oder Trotz, der wiederum zum „Gegenangriff“ einlädt.

Mit Ich-Botschaften werden Wünsche und Bedürfnisse geäußert. Es wird die emotionale Ebene des Gegenübers angesprochen.

Mich ärgert es, dass ich den Haushalt allein mache. Es würde mir sehr helfen, wenn du dich für den Geschirrspüler zuständig erklärst.

Das verletzt mich und macht mich traurig, wenn du das zu mir sagst.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dir das nächste Mal nicht mehr beim aufräumen helfen brauche.

Für Ich-Botschaften ist es wichtig seine Befindlichkeiten und Gefühle zu äußern. Den Auslösers oder den Grund dieses Gefühls gilt es neutral und sachlich zu beschreiben. Eine gute Hilfe ist es, wenn genau beschrieben wird, was der Anlass ist, damit das Gegenüber ein konkretes Bild hat, an dem er ansetzen kann. Manchmal ist es sinnvoll eine Bitte oder ein Bedürfnis zu äußern. So kann das Gegenüber angemessen reagieren, eventuell auch seine Empfindungen zu diesem Thema beitragen und beiden wird eventuell klar, dass ein Kompromiss schnell gefunden werden kann.

Gerade bei Kindern ist es wichtig, die Gefühle bezüglich eines Verhaltens zu konkretisieren. Das Kind sollte spüren, dass es nur um die Verhaltensweise geht, dass es zeigt, nicht aber um das Kind selbst. Nichts wäre schlimmer, als dass das Kind denkt es wird nicht geliebt. Dennoch sollte ihm gezeigt werden, dass das Verhalten nicht in Ordnung war. Dazu ist es notwendig genau zu beschreiben, welches Verhalten verletzend war oder jemanden betroffen gemacht hat.

 

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