Die Fragen über das Berufsleben und darüber hinaus

Warum tue ich mir das an?

Gibt es keine alternative Lösung?

Wieso dankt mir das eigentlich keiner?

Diese Fragen sind mir in meiner bisherigen Berufslaufbahn immer wieder einmal durch den Kopf geschossen. Im Rahmen meiner Rolle als Arbeitnehmer ist mir Eines mehr und mehr bewusst geworden, Wertschätzung und positive Kommunikation sind essentielle Bedingungen für einen guten Arbeitstag.

Wertschätzung ist wichtig. Sowohl im von den Arbeitskollegen und dem Chef in der Rolle des Arbeitnehmers, aber auch als Arbeitgeber ist es wichtig Wertschätzung durch die Mitarbeiter zu erfahren. Ein „Danke“ ist immer ein guter Anfang.

  • Danke, dass du mir hilfst.
  • Danke, dass du da bist.
  • Danke, dass du das übernommen hast.

Dankbarkeit für etwas, was jemand für den anderen getan hat und wenn es auch „nur“ die getane Arbeit ist, ist eine Art Wertschätzung zu zeigen.

Konstruktives Feedback ist ein wichtiger Schritt miteinander zu kommunizieren und aneinander zu wachsen. Das ist gut gelaufen, weil… ; da müssen wir nochmal etwas verändern, weil… . Je mehr man Kritik äußert -egal ob positiv oder negativ- ist es vor allem wichtig, dass beide Seiten konstruktiv und wertschätzend bleiben. Die Art und Weise der Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle.

Wie äußere ich denn nun meinem Gegenüber Kritik?

Von „Ich-Botschaften“ hat der Eine oder Andere mit Sicherheit schon etwas gehört. „Ich-Botschaften“ zu senden erfordert allerdings eine gewissen Übung, damit es nicht aufgesetzt, holprig und somit nicht mehr authentisch klingt. Nichts ist schlimmer, als wenn etwas nicht echt und wie eingeübt wirkt. Aber was genau ist das denn nun und was erreiche ich damit? Mit „Ich-Botschaften“ werden Wünsche und Bedürfnisse geäußert. Es wird die emotionale Ebene angesprochen. Wir sind nun mal empfindsame Gefühlsmenschen und wir nehmen Dinge oft persönlich und verstehen sie gern als Vorwurf, auch wenn keiner dahinter steckt. Warum das so ist, werde ich in einem meiner zukünftigen Beiträge zur Kommunikation näher beleuchten. Wenn das Gegenüber sich nun aber  etwas wünscht oder ein Bedürfnis äußert, neigen wir eher dazu dem zuzuhören und Verständnis entgegen zu bringen statt sich in einer Endlosschlaufe aus Vorwürfen wiederzufinden. Dann kann ich letztlich auch Vorschläge annehmen oder mich auf eine Lösung einigen

Reicht es nicht eine Lösung vorzuschlagen?

Es ist wichtig Lösungen oder Kompromisse zu finden, die für beide Seiten hilfreich sind. Kompromisse vorzuschlagen ist das eine, sie auch einzugehen und zu halten sind die andere Seite. Beide müssen daran interessiert sein etwas zu ändern. Die Arbeitgeber mögen jetzt denken, dass es aber notwendig ist, dass ihr Meinung akzeptiert wird und sie ja das Unternehmen leiten, alle anderen sich unterzuordnen haben, da sie ja das letzte Wort haben. Wie wäre es aber mit dem Versuch sich die Meinung Anderer mal einzuholen. Sie stellen doch auch gute Arbeitnehmer ein, aus diesem Grund sind sie ja bei ihnen. Meinungen anhören ist auch eine Art der Wertschätzung, wenn es authentisch ist.

Warum trauen sie ihnen nicht etwas zu?

Mitbestimmung ist ein adäquates Mittel um Wertschätzung zu zeigen. Die Menschen, die sie umgeben, können frischen Wind in ihre eigenen Gedanken bringen. Unter den Kollegen wird mit Sicherheit sich oft abgesprochen, sich ausgetauscht und entschieden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Alle Beteiligten sollten diesen Rahmen zulassen und vergrößern. Kompetenzen können sich erst dann entfalten wenn ihnen die Zeit und der Raum geboten wird. Überraschen sie sich gegenseitig mit dem was in ihnen steckt. Seien sie dabei kompromissbereit. Teilen Sie in „Ich-Botschaften“ Ängste und Vorstellungen mit. Wertschätzen Sie die Gedanken ihres Gegenübers und geben Sie ihm ein konstruktives Feedback.

Closeup of dandelion seeds

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