Die Fragen der Kinder

Was das …?

Warum ist das so?

Das erste und zweite Fragealter der Kinder sind die ersten wichtigen Meilensteine im Leben eines Kindes.

Sie versuchen mehr über die Welt, in der sie Leben zu erfahren. Begonnen bei den Begriffen, die sie verinnerlichen wollen, geht es weiter darum Zusammenhänge zu ergründen. Letzten Endes will ein Kind die Welt verstehen.

Wenn die Welt einmal beschrieben ist- sie besteht aus Blumen, Bäumen, Wiesen, Hummeln, Hunden, Menschen, Himmel und Erde- geht es weiter mit den Zusammenhängen, die nachvollzogen werden wollen. Es gibt große Blumen und kleine. Es gibt Nadelbäume und welche mit Laub. Es gibt Wiesen mit und ohne Kühe. Hummeln stechen nicht, sie beißen. Hunde sind nicht nur einfarbig und kurzhaarig. Menschen sind nicht nur gut. Himmel und Erde gehören zusammen.                                                 Wenn das Kind die Welt einmal kennt, dann fängt es an diese zu hinterfragen – Warum ist die Erde rund, der Himmel blau, der Mensch so traurig, der Hund so klein, die Hummel so dick, die Wiesen voller Schmetterlinge, der Baum so verschnörkelt und die Blume verwelkt?

Einige der Erwachsenen haben diese Wissbegierde (teilweise) beibehalten. Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, dass nur Wenige tatsächlich noch etwas wissen wollen – etwas erfahren wollen über diese Welt. Es gibt Menschen, die ergründen die Ozeane oder die Wälder oder auch das Universum. Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann stelle ich fest, dass ich im Alltag wenig Zeit für solches Wissen und auch die dazugehörigen Fragen habe.                                                                  Kindern ist das völlig egal. Kinder fragen, wenn sie eine Frage haben. Unabhängig ob es nun gerade zur Situation passt oder nicht. Ob es gerade 5 Uhr am Morgen ist oder beim Mittagessen. Sie leben in einer Welt über die es soviel zu erfahren gibt. Und sie wollen über sie Bescheid wissen – genau jetzt.

Wo komme ich her?

Wozu ist das gut?

Warum brauchst du das?

Warum ist das so?

Kinder haben einen unersättlichen Durst nach Neuem.                      Warum sollten wir versuchen ihnen soviel einzutrichtern, dass sie still sind? Warum lassen wir den Fragen nicht Raum? Warum entdecken wir nicht mit den Kindern gemeinsam die Welt neu? Warum fragen wir nicht unsere Kinder, was sie über diese Dinge denken? Warum reagieren so viele Menschen genervt auf so grundlegende Fragen, die für die Kinder die Welt bedeuten?

 

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