Wochenendreaktionen

Hallo ihr Lieben,

ich freue mich, dass euch mein Blog so gut gefällt. Ich habe am Wochenende die eine oder andere Frage und Anregung gesendet bekommen und möchte hier kurz darauf eingehen.

Als erstes:

  • Was befähigt mich zu diesen Artikeln, vor Allem über das Thema Erziehung?
    • Ich bin Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin und habe im Kinder- und Jugendheim, sowie in der offenen Jugendarbeit gearbeitet. Zur Zeit unterrichte ich Kinderpfleger und Erzieher an einer Berufsschule. Der Schwerpunkt unseres Teams ist die frühkindliche Bildung/ Bildungsprozesse. Ich arbeite mit den Schülern viel am Bild des Kindes und lege großen Wert auf die partizipative und wertschätzende Arbeitsweise. Leitfaden sind nicht nur die Bildungspläne, sondern auch die Erkenntnisse aus der Neurobiologie. In Anlehnung an die Erkenntnisse von Prof.Dr. Gerald Hüther versuche ich insbesondere die künstliche Lernatmosphäre kritisch mit den Schülern in Frage zu stellen.
  • Anfrage zur Kürzung der Artikel
    • Ich empfinde die Artikel in ihrem Umfang noch nicht einmal als ausreichend erschöpft. Ich bemühe mich sehr, viel in einen Artikel hineinzubringen. Jeder selbst hat die Möglichkeit den Artikel bis zu einem Punkt zu lesen und dann Pause zu machen. Dennoch finde ich den Vorschlag überlegenswert. Ich habe überlegt entweder noch Zusammenfassungen zu schreiben und diese hochzuladen oder vielleicht kann ich es in kleine Teile bringen (Part I, II, III usw.). Allerdings wird das Zeit in Anspruch nehmen, bis ich das umsetzen kann.
    • Weiterhin sollen es ja Fragen sein, die euch bewegen. Ich möchte mir auch umfangreich die Zeit nehmen etwas dazu zu schreiben und eventuelle Fragen zu beantworten und sie nicht abarbeiten.
  • Warum nur einmal pro Woche einen Artikel?
    • Ich bin in meinem Beruf sehr eingespannt und investiere meine Freizeit in diese Artikel. Das bereitet mir große Freude und ich möchte mir diesen Druck nicht auferlegen kontinuierlich jeden Tag hochladen zu müssen. In den nächsten paar Wochen wird es zunehmend schwerer überhaupt diesen einen Artikel einzuhalten. Das bitte ich schon einmal zu entschuldigen.

 

Zu dem letzten Punkt will ich noch anmerken, dass mein Laptop, ab heute in die Werkstatt wandert und ich schauen muss, wie ich die nächsten Wochen die Beiträge bewältigen kann. Außerdem wie eben schon angedeutet bin ich die nächsten 6 Wochen sehr stark beruflich eingespannt, sodass mir die eine oder andere Woche die Zeit fehlen wird, regelmäßig Beiträge online zu stellen. Ich werde mich aber bemühen eine gute Lösung zu finden. Erfreut euch an den schon fertigen Artikeln und vielleicht hinterlasst ihr ein Kommentar, dann kann ich darauf antworten und das macht euch vielleicht auch Spaß.

In diesem Sinne eine schöne Zeit und bis bald,

eure Mare

Milky way and stars over city

Du bist das, was du bist

Hallo ihr Lieben,

Heute hatte ich einmal wieder eine Debatte über die Benutzung von Worten, Ausdrücken und Wortbedeutungen. Die Beschreibung der eigenen Person oder anderer Menschen, egal ob Kindern oder Erwachsenen scheint Vielen schwerer zu fallen als ich gedacht hatte. Wir sind so darauf aus uns zu vergleichen, uns besser darzustellen als den Anderen, beziehungsweise die Fehler und Schwächen des Anderen herauszuarbeiten, dass wir oft genug vergessen einfachste Tatsachen und Begebenheiten positiv zu bewerten. Ich habe in meinen Beiträgen Macht und Ohnmacht der Worte , sowie Die Fragen über das Berufsleben und darüber hinaus schon darüber berichtet.  Heute soll es aber um die Formulierungen gehen. Begonnen bei den Aufforderungen den Kleinsten gegenüber mit:

Fall nicht hin!

Pass auf, dass du dir nicht wehtust!

Seid nicht so laut!

wird deutlich, dass alle Phrasen Verneinungen, „wohlgemeinte“ Ratschläge oder (vermeintlich reine) Aufforderungen beinhalten. Die Art der Formulierung ist auf die negativen Aspekte fokussiert („nicht“). Davon mal abgesehen, dass es für Kinder eine größere Denkleistung erfordert den Ausspruch zu analysieren und dechiffrieren, bleibt „fallen“, „wehtun“ und „laut“ im Gedächtnis des Kindes. Statt wohlwollender Motivation, wird das Kind gehemmt. Das heißt nicht, dass das Kind laut sein darf. Aber die Frage ist doch, wie transportiere ich das mit: „Sei nicht so laut“ oder „Sei leiser“. Es ist klar strukturiert, die Aufgabe leicht verständlich. Die anderen beiden Phrasen, sollten sich gleich gespart werden, denn beides wird durch die Aufforderung nicht verhindert, weder das hinfallen, aber erst recht nicht das wehtun (als ob das Kind das beeinflussen könnte). Wenn die Entwicklung von Kindern beschrieben wird, sollte es auch vorrangig darum gehen zu beschreiben, was das Kind kann, nicht was es nicht oder noch nicht kann. So ist es wesentlich präziser zu beschreiben, dass das Kind den Löffel in der linken Hand mit der Faust hält,  als zu verdeutlichen,  dass das Kind den Löffel noch nicht zwischen den Fingern halten kann. Erst einmal unabhängig des Alters ist es notwendig zu begreifen, dass die Leistung des Kindes im Vordergrund steht. Es geht auch in erster Linie nicht darum wie gut es etwas im Vergleich zu Anderen kann. Ein weiteres Beispiel: Lea kann die Matheaufgaben noch nicht so schnell rechnen, wie der Rest ihrer Klasse.  Wichtig und herauszustellen ist doch aber in erster Linie, dass sie rechnet. Alles andere demotiviert das Kind, bis an den Punkt,  das es gar nicht mehr rechnet, aus Angst zu versagen.

Bei Jugendlichen verhält es sich nicht anders.

Komm nicht zu spät nach Hause!

Sei nicht so frech!

Das bestimmst nicht du!

Jeder kennt diese Aussprüche, ob nun selbst zu seiner Jugendzeit gehört, oder jetzt selbst verwendet, zumindest sind sie allgegenwärtig. Davon mal abgesehen, dass es immer wichtig ist, wertschätzend zu bleiben und mit Ich-Botschaften zu kommunizieren, steht hier vor allem wieder der negative Aspekt im Vordergrund. Es signalisiert die Erwartungshaltung, dass sich der Jugendliche an bestimmte Sachen nicht hält. Mit dem letzten Ausspruch wird der Jugendliche sogar entmündigt. Mitspracherecht ist eines der grundlegendsten Prinzipien, die sogar rechtlich verankert ist (Deutsches Institut für Menschenrechte). Selbst das SGB VIII sieht die Mitsprache bei Kinder/Jugendlichen bei der Mitbestimmung der jeweiligen Hilfe als rechtlich zu garantieren(SGB VIII, §8). Jugendliche befinden sich in einem Lebensabschnitt, der geprägt ist, sich mit sich selbst zurechtzukommen und sich vom Elternhaus zu lösen. So etwas verläuft selten reibungslos. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass auch die Jugendlichen selber ein gewisses Maß an Mitsprache erhalten. Dafür ist es notwendig gemeinsame Regeln festzuhalten und zu überlegen, was passiert, wenn diese Regeln nicht eingehalten werden. Das gemeinsame Erarbeiten, hat den Vorteil, dass es für alle Beteiligten klar ist und jeder damit einverstanden ist. Die Regeln wären folglich: „Du bist in der Woche bis 21 Uhr und am Wochenende bis 23 Uhr zu Hause.“ (abhängig vom Alter); „Das hat mich jetzt verärgert, ich würde mir mehr Respekt wünschen. Wir hatten vereinbart, dass gegenseitiger Respekt wichtig ist.“, „Ich kann verstehen, dass du gern zu Hause bleiben möchtest, während wir in den Urlaub fahren, mir ist aber der Urlaub als Familie wichtig. Es geht nicht darum dich zu kontrollieren. Ich möchte dich einfach dabei haben, weil ich ohne dich nicht entspannen könnte. Ich würde mir nur Sorgen machen und dauernd auf das Telefon starren und einen Anruf erwarten.“ Es ist wichtig, dem Gegenüber klarzumachen, was in Einem vorgeht. Welche Gedankengänge man selber hat, nur so lassen sich Entscheidungen auch für die andere Seite nachvollziehen und es ist möglich Kompromisse zu finden. Aber viel wichtiger ist auch, trauen Sie dem Jugendlichen etwas zu. Argwohn und Skepsis helfen in solchen Situationen nicht weiter.

Wie sieht es aus, wenn Erwachsene sich begegnen? Der Wunsch sich zu vergleichen, ist viel ausgeprägter. Kinder messen sich, weil sie es gesagt bekommen. Jugendliche messen sich, weil es zu ihrer Entwicklungsaufgabe gehört. Es ist Teil von Ihnen um sich selbst besser kennenzulernen. Erwachsene vergleichen sich, um sich besser zu fühlen. Das Gegenüber wird klein gemacht um über die eigenen Unzulänglichkeiten hinweg zu täuschen.

Du hast das noch nicht gemacht?

Du hast das noch nicht ausprobiert?

Was das hast du noch nicht?

Auf Arbeit erlebt man sich nicht immer als gleichwertigen Kollegen, sondern eventuell als Konkurrenten für die nächste Aufgabe. Das eigene Ego möchte auch nicht zulassen, das man anderen Menschen in Etwas nachsteht. Wir können uns kaum mit uns zufrieden geben, da wir zum Einen ein Stück weit so erzogen wurden. – Es gab immer Richtlinien und Normen, an denen die Kinder gemessen wurden ohne individuelle Hintergründe zu berücksichtigen. Zum Anderen weil unser Umfeld uns suggeriert, dass wir etwas falsch machen bzw. wie wir zu sein haben. – Seien es die neusten Trends in der Mode, noch das Idealgewicht, noch die neuste Haarfarbe. Wir sollen uns Zeit für uns nehmen, uns etwas wert sein und uns ausspannen, aber bitte nur mit den angepriesenen Produkten. Es gibt immer neue Möglichkeiten. Jedes Jahr kommt ein neues Handy auf den Markt und wer etwas auf sich hält, legt es sich zu. Oder er tut es nur um von Anderen als genau so ein Mensch gesehen zu werden, oder weil er weiß, dass Wert auf Äußerlichkeiten und Konsum gelegt wird, weil sich viele Menschen mittlerweile damit identifizieren. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Persönlichkeit einiger Menschen nur mit Besitz auszufüllen ist. Geht der Besitz verloren, bleibt Nichts, nicht einmal mehr die eigene Person.

Es sollte immer leicht sein, die eigenen Kinder, egal wie alt sie sind, zu lieben und zu akzeptieren, so wie sie sind, auch wenn ihre Handlungen uns Angst und Bange machen und uns graue Haare wachsen lassen. Es ist nicht einfach damit anzufangen sich selbst zu mögen, mit sich auszukommen und so zu sein wie man ist. Niemand hat gesagt, dass das Leben mit sich und anderen Menschen leicht ist. Aber sich ein Stück davon zu befreien, was Andere denken könnten, wie sie über uns denken, oder über unsere Kinder, macht das Leben ein Stück leichter. Und wenn wir den Punkt überwunden haben, fällt dem Einen oder Anderen vielleicht aus der Vogelperspektive auf, wie unnötig und eingeengt so ein auferlegter Zwang, vor Allem von uns selbst, ist.

Jeder ist so wie er ist, nicht so wie er nicht ist und auch nicht so, wie andere ihn gern haben möchten. Notwendig für uns ist, dass wir andere Menschen aber auch so akzeptieren, wie sie sind.

Seid, wie ihr seid.

Eure Mare

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Macht und Ohnmacht der Worte

Hallo Ihr Lieben,

ich melde mich zurück mit einem Thema, welches mich seit einiger Zeit doch sehr beschäftigt. Da ich mich immer mehr mit dem Thema Kommunikation und Gesprächen bzw. Gesprächstechniken auseinandersetze, kam mir letztens diese Überschrift in den Sinn.

Worte besitzen teilweise eine sehr große Macht, nicht nur über uns, sondern über Situationen oder sogar über Beziehungen. Ob das nun Bezeichnungen sind wie: Heuchler, Verräter, Arschkriecher, Mimose oder einfach Worte die genutzt werden um etwas zu definieren: behindert, sinnlos, dämlich, sensibel. In diesen gewählten Beispielen wird eine Herabwürdigung deutlich, obwohl sie teilweise nur eine Tatsache beschreiben. Heute wird viel im negativen Kontext gebraucht. Niemand möchte so bezeichnet werden oder so etwas über seine Beiträge gesagt bekommen. Und dennoch benutzen wir diese Worte oder (über)hören sie täglich. Mit Worten kann ein Mensch verletzen und verletzt werden. Sie sind so mächtig, dass sie ganze Beziehungen kaputt machen können, sei es eine Liebesbeziehung oder eine familiäre Beziehungen. Nicht mal eine Ohrfeige ist schmerzvoller als gesagt zu bekommen, man sei nichts wert oder nur eine Last. Oder das Kind sei kein Wunschkind gewesen sondern nur ein „dummer Zufall“. So etwas tut weh und ich frage mich manchmal ob uns eigentlich bewusst ist WAS wir da teilweise von uns geben.

Eine Mutter sagte zu ihrem Kind beim Arzt, es solle sich nicht so anstellen. Ich erinnerte mich da an meine Ängste beim Arzt zurück. Ob das nun eine Spritze war, oder die Angst vor dem Zahnarzt, weil er wieder bohren würde. Diese Angst war real und vielleicht hätte sich diese Kind auch nicht so „angestellt“, wenn es keine Angst hätte, wenn die Mutter ihm Mut zugesprochen hätte und es ermuntert hätte. Warum sagte diese Mutter das zu ihrem Kind. Hatte sie Angst davor schief angeschaut zu werden, von den anderen Wartenden?, oder vom Arzt selbst?, oder war ihr die Angst des eigenen Kindes peinlich? – und wenn ja warum? Ich habe es nicht begriffen.

Ich möchte auch ernst genommen werden. Ich unterrichte Schüler in einer Berufsschule, natürlich muss ich da ernst genommen werden. Ich sollte so eine Horde Schüler „im Griff“ haben (allein diese Wortwahl übt schon Gewalt aus).  Dennoch drückt mir meine jetzige Zahnärztin ein Plüschtier in die Hand und ich bin ihr dankbar dafür. Ich schäme mich nicht dafür und ich veranschauliche meinen Schülern gern genau daran, wie wichtig es ist Ängste wahrzunehmen. Und auch meine Worte haben Macht im Unterricht. Ich bin nicht autoritär aber ich bin offen. Offen mit Worten und Beispielen, gern aus der eigenen Erfahrung. Ich muss mit gutem Beispiel voran gehen und mich öffnen, wenn ich das von den Schülern auch erwarte. Manche würden sagen, ich mache mich lächerlich, weil ich Handpuppen benutze, oder mittanze zu den Liedern und mitsinge. Aber ich erwarte es doch auch von den Schülern, wenn ich mich „lächerlich“ machen würde, dann würden es die Schüler auch tun und jeder Erzieher in der Kita oder im Hort auch. Und auch wenn mir nicht alle Schüler zuhören, so erreiche ich doch Viele und ich meine zu wissen, dass ich gerade wegen der Ehrlichkeit und Authentizität und meinen Worten respektiert werde.

Obwohl sie soviel Macht besitzen, können sie die schlimmsten Dinge nicht verhindern. In Streitigkeiten können wir versuchen zu schlichten, aber manchmal nutzen die besten Kompromisse nichts. Die beste Entschuldigung kann nicht angenommen werden, wenn die Tat so schwerwiegend war. Worte die vorher große Macht besessen haben, können durch andere Worte nicht unbedingt revidiert werden. Wer hat es nicht schon erlebt, dass er etwas gesagt hat und es ihm sofort leid getan hat. Aber es war zu spät. Es war bereits gesagt. Der Andere hat es bereits gehört und verstanden und verarbeitet. Alle anderen Worte, welche ich danach vorbringe, werden es nicht ungeschehen machen. In dem Fall sind die Worte ohne Macht. Wir werden nicht unbedingt Beziehungen kitten, Menschen retten, Häuser bauen, indem wir nur darüber reden. Aber wir können damit beginnen einen Plan zu entwerfen, mit Worten.

„Macht“ heißt auch Hoffnung und Trost zu spenden: Worte eines Arztes zu einem Patienten, dass es Hoffnung gibt. Worte einer Mutter zu ihrem Kind dass es etwas Wunderbares ist. Oder das Gefühl beim ersten „Ich liebe dich“.  Alles das verdanken wir Worten.

Nutzen wir die positive Macht der Worte. Achten wir im Alltag mehr darauf was wir sagen und wie wir welche Worte verwenden. Seien wir Achtsam im Umgang damit und aufmerksam, wie sich Situationen dadurch verändern.

In diesem Sinne, viele Worte und Gespräche euch diese Woche,

eure Mare.

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Die Fragen über das Berufsleben und darüber hinaus

Warum tue ich mir das an?

Gibt es keine alternative Lösung?

Wieso dankt mir das eigentlich keiner?

Diese Fragen sind mir in meiner bisherigen Berufslaufbahn immer wieder einmal durch den Kopf geschossen. Im Rahmen meiner Rolle als Arbeitnehmer ist mir Eines mehr und mehr bewusst geworden, Wertschätzung und positive Kommunikation sind essentielle Bedingungen für einen guten Arbeitstag.

Wertschätzung ist wichtig. Sowohl im von den Arbeitskollegen und dem Chef in der Rolle des Arbeitnehmers, aber auch als Arbeitgeber ist es wichtig Wertschätzung durch die Mitarbeiter zu erfahren. Ein „Danke“ ist immer ein guter Anfang.

  • Danke, dass du mir hilfst.
  • Danke, dass du da bist.
  • Danke, dass du das übernommen hast.

Dankbarkeit für etwas, was jemand für den anderen getan hat und wenn es auch „nur“ die getane Arbeit ist, ist eine Art Wertschätzung zu zeigen.

Konstruktives Feedback ist ein wichtiger Schritt miteinander zu kommunizieren und aneinander zu wachsen. Das ist gut gelaufen, weil… ; da müssen wir nochmal etwas verändern, weil… . Je mehr man Kritik äußert -egal ob positiv oder negativ- ist es vor allem wichtig, dass beide Seiten konstruktiv und wertschätzend bleiben. Die Art und Weise der Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle.

Wie äußere ich denn nun meinem Gegenüber Kritik?

Von „Ich-Botschaften“ hat der Eine oder Andere mit Sicherheit schon etwas gehört. „Ich-Botschaften“ zu senden erfordert allerdings eine gewissen Übung, damit es nicht aufgesetzt, holprig und somit nicht mehr authentisch klingt. Nichts ist schlimmer, als wenn etwas nicht echt und wie eingeübt wirkt. Aber was genau ist das denn nun und was erreiche ich damit? Mit „Ich-Botschaften“ werden Wünsche und Bedürfnisse geäußert. Es wird die emotionale Ebene angesprochen. Wir sind nun mal empfindsame Gefühlsmenschen und wir nehmen Dinge oft persönlich und verstehen sie gern als Vorwurf, auch wenn keiner dahinter steckt. Warum das so ist, werde ich in einem meiner zukünftigen Beiträge zur Kommunikation näher beleuchten. Wenn das Gegenüber sich nun aber  etwas wünscht oder ein Bedürfnis äußert, neigen wir eher dazu dem zuzuhören und Verständnis entgegen zu bringen statt sich in einer Endlosschlaufe aus Vorwürfen wiederzufinden. Dann kann ich letztlich auch Vorschläge annehmen oder mich auf eine Lösung einigen

Reicht es nicht eine Lösung vorzuschlagen?

Es ist wichtig Lösungen oder Kompromisse zu finden, die für beide Seiten hilfreich sind. Kompromisse vorzuschlagen ist das eine, sie auch einzugehen und zu halten sind die andere Seite. Beide müssen daran interessiert sein etwas zu ändern. Die Arbeitgeber mögen jetzt denken, dass es aber notwendig ist, dass ihr Meinung akzeptiert wird und sie ja das Unternehmen leiten, alle anderen sich unterzuordnen haben, da sie ja das letzte Wort haben. Wie wäre es aber mit dem Versuch sich die Meinung Anderer mal einzuholen. Sie stellen doch auch gute Arbeitnehmer ein, aus diesem Grund sind sie ja bei ihnen. Meinungen anhören ist auch eine Art der Wertschätzung, wenn es authentisch ist.

Warum trauen sie ihnen nicht etwas zu?

Mitbestimmung ist ein adäquates Mittel um Wertschätzung zu zeigen. Die Menschen, die sie umgeben, können frischen Wind in ihre eigenen Gedanken bringen. Unter den Kollegen wird mit Sicherheit sich oft abgesprochen, sich ausgetauscht und entschieden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Alle Beteiligten sollten diesen Rahmen zulassen und vergrößern. Kompetenzen können sich erst dann entfalten wenn ihnen die Zeit und der Raum geboten wird. Überraschen sie sich gegenseitig mit dem was in ihnen steckt. Seien sie dabei kompromissbereit. Teilen Sie in „Ich-Botschaften“ Ängste und Vorstellungen mit. Wertschätzen Sie die Gedanken ihres Gegenübers und geben Sie ihm ein konstruktives Feedback.

Closeup of dandelion seeds